Blog

Abenteuer Manaslu Trekking mit My Everest Trip

Manaslu Trek

Der Plan Ohne Vorplanung in Nepal angekommen, schlenderten wir durch Kathmandu auf der Suche nach einem Guide für den Manaslu Circuit. Uns war es wichtig den Veranstalter persönlich zu treffen, um zu verstehen wie sich die Kosten der Reise zusammensetzen, welche Erfahrungen er hat und wo die Qualifikation seiner Mitarbeiter liegen. Letztendlich fanden wir uns am besten bei Puru aufgehoben – www.myeveresttrip.com

Tag 1:  7 km – Arughat Bazaar (500 m) – Arukhet (700 m)

Ziel war es Soti Khola mit dem Bus zu erreichen. Dem Busfahrer waren es leider zu wenig Gäste, sodass er ab Arughat Bazaar nicht mehr weiter fuhr. Naja, dann eben zu Fuß. Das Ziel war Arukhet. Ca. 7 km später und total überfordert von der Hitze kamen wir an. Der Weg war sehr eben und gut ausgebaut. Die Vegetation erinnerte mich an Vietnam, die Temperatur auch.

Tag 2:  20 km – Aruketh – Machha kholagon (700 m)

Der Tag startet mit Kaffee in einer Smilie Tasse und Porridge. Das war auch nötig. Der Tag war sehr intensiv, da zu den 20 km ca. 500 Höhenmeter rauf und runter überwunden werden mussten. Dafür war das Tal wunderschön, es war weit und voller herunter gebrochenen Steinen gesät. Ein sehr eintöniger Tag – eingefärbt in grau, dennoch sehr faszinierend.
Unser Guide Yam – der eine Kochausbildung in England vorweisen konnten – organisierte etwas Fisch und schwang den Kochlöffeln. Fried Rice with Vegetables – mhhh.

Tag 3:  16 km – Machhakholagon Jagat Bagar ( 737 m)

Regen – das definierte diesen Tag. Die Pancakes zum Frühstück konnten uns nicht über den Dauerregen hinwegtrösten. Für uns einer der härtesten Tage. Das Tal verengte sich am Anfang und weitete sich dann auf. Ein großes Plato voller „Bush Weed“ begrüßte uns. Jedoch war es die falsche Jahreszeit, sodass wir uns weiter zu den heißen Quellen in Yuru Khola machten. Wir entschieden uns jedoch statt Baden lieber eine Kaffeepause mit Snickers einzulegen, 400 Rupie leichter ging es weiter. Die letzten Meter zu Jagat führten über eine stählerne Plattform die, am Bergfuss installiert, dem Fluss folgte. In Jagat gönnten wir uns für kleinen Aufpreis eine heiße Dusche.

Tag 4: 19 km – Jagat Bagar Dengi

Berg auf Berg ab, so macht das Spaß. Die Kondition wurde definitiv besser. Der Körper hatte sich an den täglichen Marsch gewöhnt. Jedoch waren Schwachstellen zu erkennen. Linkes Knie & Rechter Zeh.
Der Tag war gefühlt etwas leichter als Tag 3, was definitiv dem gutem Wetter zu verdanken war. Die Vegetation wurde lichter, Bäume nur noch vereinzelt an zu treffen, dafür viele Büsche. Das Essen war deutlich einfacher als im Tal – Dal Bhat domminierte.

Nature and culture - Trekking in Nepal
Natur und Kultur – Trekking in Nepal

Tag 5: 16 km – Dengi – (1.800 m) – Namrung (2.650 m)

Ein sehr angenehmer Tag, da es konsequent Berg auf ging. Wir liefen mittags an Ghap vorbei. Einer kleinen Ortschaft deren Häuser durch das Erdbeben zerstört worden war. Die neuen Häuser hatten Holzverstrebungen. Ursprünglich bauten die Nepalensis ausschließlich aus Stein. Abends trauten wir unseren Augen nicht. In Namrung angekommen, dachten wir, dass das erste Tor einem Kloster angehörte. Es war aber eine Unterkunft ☺ Wir checkten sofort ein und hatten eine bessere Unterkunft als in Kathmandu selbst. In der High Season gibt es sogar einen Saunaraum. Definitiv die beste Unterkunft der Reise. Yam kochte wieder – self made Momos – die größten und besten die wir je hatten.

Momos
Momos

Tag 6: 17 km – Namrung (2.650 m) – Samagaon (3.600 m)

Leider mussten wir aus unserem kleinem Tempel ausziehen. Der Weg war geprägt von einer Waldlandschaft, sie erinnerte uns an die heimischen Wälder. Während dem Mittagessen in Lho Erspähten wir schon das ansässige Kloster „MonasteryofLho“. Die Serpentinen sind definitiv eine extra Aufgabe, lohnen sich aber in jedem Fall. Das einzige wirkliche Kloster, dass wir auf dieser Reise zu Gesicht bekommen haben. Es wurde durch das Erdbeben sehr in Mitleidenschaft gezogen und befand sich derzeit im Aufbau. Auf dem Boden um das Kloster waren viele Schutzzeichen angebracht – anscheinend hatten sie funktioniert –der Hauptkomplex war unbeschädigt geblieben. In Samagaon Angekommen, nahmen wir die letzte Unterkunft, die Tochter des Hauses spielte für uns die Köchin.

Tag 7: Samagaon Ruhetag – Tempel

Eigentlich als Ruhetag gedacht, aber wann kommt man wieder nach Nepal? Mit müden Körpern und zu wenig Sonnencreme machten wir uns auf die Such nach dem Kloster „Pung Gyen Gompa“. Leider enttäuschte das „Kloster“, da es sich als eine Reihe von Hütten mit blauen Blechdächern und 3 zerfallenen Steinhäuser entpuppte. Den Klosterbrüdern war es anscheinend verboten Restaurationen durchzuführen. Dafür war der Aufstieg wunderschön. In einem Pass begrüßte uns ein Blumenmeer. Danach folgte eine endlose Ebene auf der eine Horde Yaks grasten – umringt von verschneiten Bergspitzen – ein Traum – Halbtagstrip.

Blumenmeer
Blumenmeer

Tag 8 – Tag9: 8 km – Samagaon (3530 m) – Samdo (3875 m)
Ausgeruht wanderten wir am Budhi Gandaki entlang bis nach Samdo. Die Landschaft wurde deutlich kahler. Nur noch vereinzelt waren Bäume zu sehen, der Fluss wurde schmäler – wir näherten uns seinem Ursprung.
In Samdo angekommen entschieden wir uns den restlichen Tag zu ruhen – wir hatten ein Tea-House gefunden, dass einen schönen Wintergarten hatte. Zeit zum verweilen in den bisherigen Erlebnissen. Hier treffen sich auch Wanderer die aus Tibet kommen. Bis zur Grenze sind es weniger als 2 Stunden.

Tag 9: Ruhetag in Samdo

Tag 10: 6 km – Samdo (3875 m) – Larkaya Phedi (4460 m)
Langsam machte sich die Höhenluft bemerkbar. Noch keiner von uns wahr jemals höher als 2.900 Meter gewesen. Ein neues Gefühl – hier ist die Luft dünn und die Erholung im Schlaf geringer als gewohnt.
Die größte Herausforderung war für uns die reduzierte Hygiene in Larkya Phedi. Es ist ein Lager, d.h. 6 Zeltplätze und 6 Steinhäuser. Das Wasser wird direkt aus dem Bach entnommen. Leider kocht das Wasser in dieser Höhe schon bei 85°C – das Ergebnis waren Bauchschmerzen und fehlender Hunger beim Abendbrot.
Dafür hat das Panorama am nächsten Tag mehr als entschädigt.

Tag 11: 15 km – Larkaya Phedi (4460 m) Larkaya La (5213 m) Bimthang (3590 m)

Heute ist der Tag des Passes, 5 Uhr morgens geht‘s los. 5213m und ca. 12 h Fußmarsch stehen uns bevor. Die letzten Tage haben stark an unseren Nerven und Kräften gezehrt, dennoch sind wir gewillt die letzte Hürde zu überwinden. Im Schatten der Berge ist es kalt, ich muss trotz Handschuhen ständig meine Hände bewegen, da sie vor Kälte schmerzen. Um ca. 8 Uhr erreichen wir die ersten Sonnenstrahlen. Der Aufstieg ist anstrengend, nach ca. 3 Stunden laufen wir nur noch durch Schnee. Leider ist der Fußweg nicht zu erkennen, sodass ich einmal bis zum Bauch in den Schnee einkrache. Alles gut gegangen. Jeder Schritt wird langsamer, die Kräfte scheinen nicht mehr auszureichen. Die Gedanken an einen Abbruch werden größer. Da jedoch für einen Rescue Helikopter unser Guide 8 Stunden zum nächsten Telefon laufen müsste, entschieden wir uns nochmal alles zu geben und schaffen es über Pass.

Larkaya
Larkaya

Tag 12: 10 km – Bimthang (3590 m) – Surki Kohla (2700 m)
Mit schweren Schritten ging es weiter. Die Sonne lachte, die Motivation war begrenzt. Dafür war die Landschaft atemberaubend. Wir gingen die letzten Meter auf dem Manaslu Circuit der sich in dem Dorf Thoche auf den Annapurna Circuit trifft.
Auf dieser Bergseite ist das Essen definitiv abwechslungsreicher, da die Dörfer sehr leicht zu erreichen sind – es gab wieder Käse.

Tag 12: 13 km – Surki Kohla (2700 m) – Dharapani (1860 m)

Der Weg ist sehr viel angenehmer als auf der anderen Bergseite. Die Wege sind breit, die Vegetation saftig, die Sonne lacht uns entgegen und wir setzten einen Fuß nach dem anderen.
Im Dharapani angekommen realisieren wir den bisherigen Weg und entscheiden uns zu einer kleiner Party im Garten – einer der besten Trips, die wir bisher unternommen hatten!

Tag 13: 15 km – Dharapani (1860 m) – Jagat (1300 m)

Der letzte Tag zu Fuß. Es reiht sich Dorf an Dorf, die jetzt wieder durch Straßen miteinander verbunden sind. Die Zivilisation hat uns zurück – das Handy hat wieder Empfang – leider.
Danke an alle, die diese Reise möglich gemacht haben, vor allem an unsere beiden Begleiter Yam und Mama – ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht
Vielen Dank auch an www.myeveresttrip.com – Puru dem Organisator, er hat auch ein wunderschönes Hotel und hilft gerne liebgewonnene Souvenirs nach Deutschland zu verschicken.